Schulgebäudeerweiterung der AIS Schule im Libanon


DOMINO 2014 unterstützte ein Projekt von Agape international, einer in 15 Ländern tätigen christlichen Hilfsorganisation.

Mit dem Erlös von DOMINO 2014 sollte eine bereits bestehende Schule im Libanon mit dem Namen AIS (Access International School) weiter ausgebaut werden. Die Schule ist Teil eines Begegnungs- und Ausbildungszentrums mit dem Namen Access.


Access
befindet sich in einem Vorort, eine Stunde ausserhalb des Zentrums, der Hauptstadt Beirut. Dort werden vielseitige Aktivitäten für die drusische Minderheit im Libanon angeboten. Neben der AIS (Access International School) für Kinder bietet Access eine Lehrlingsausbildung (Schreinerei) und verschiedene Kurse wie Sprach- und Musikunterricht an. Die AIS soll Kindern die Möglichkeit einer soliden Grundschulbildung bieten. In neuster Zeit wurden auch immer mehr Angebote für die zunehmende Zahl der Flüchtlinge aus Syrien aufgebaut. Jeder vierte Einwohner im Libanon ist ein Flüchtling: Kein Land nimmt so viele Vertriebene aus Syrien auf wie der Nachbar Libanon.

Die Bewilligung des dortigen Erziehungsdepartementes für die Erweiterung der Schule auf bis zu 480 Schülerinnen und Schüler lag bereits vor. Von den 18 benötigten Schulzimmern mussten in einer nächsten Etappe weitere 5 Zimmer ausgebaut und die sanitären Anlagen erweitert werden. Sonst drohte der Entzug der Bewilligung. Ebenso sollte für die Unterbringung des administrativen Bereiches (Verwaltung, Empfang, Lehrerzimmer und Schulleitung) ein bestehendes Gästehaus aufgestockt und teilweise umfunktioniert werden.

Im Juli 2015 begann der Umbau des dritten Stocks im Hauptgebäude für die Administration und die Büros. Der Umbau des Erdgeschosses in die Kindergartensektion dauerte von Juli bis Oktober. Zwei Räume, ein Büroraum für die Kindergartenaufsicht und die Toiletten konnten fertiggestellt werden. Anfangs September zeichnete sich ab, dass die erhoffte Schülerzahl nicht erreicht wurde. Daher brauchten sie den dritten geplanten Raum der Kindergartensektion nicht dringend.

Mitte September konnten sie die Räume im ersten Stock für den Primarschulunterricht rechtzeitig bereitstellen.

Anfang März 2016 wurde die definitive Schulbewilligung vom Erziehungsminister unterschrieben. Da der Libanon seit 2 Jahren keinen Regierungspräsidenten hat und eine definitive Schulbewilligung nur von ihm erteilt werden konnte, blieb dieser Antrag bin anhin liegen. Das Regierungskabinett (der Ministerrat) hat aber jetzt entschieden, dass diese zusammen die Entscheidungen eines Regierungspräsidenten gültig beschliessen können. Nun liegt der Antrag beim Kabinett.

Die noch ausstehenden Arbeiten sind der Anbau des dritten Raumes in der Kindergartensektion, der Aufbau der zusätzlichen Stockwerke darüber für Schulraum, Labor und Cafeteria (Labor und Cafeteria sind nicht Teil der Finanzierung durch DOMINO) und die sanitären Aussenanlagen.

Die durch den Sponsorenlauf erzielten finanziellen Mittel wurden zur Hälfte aufgebraucht. Die weiteren Arbeiten werden zu gegebenem Zeitpunkt mit den restlichen Mitteln angegangen.

Gegenwärtig zählt die Schule 47 Schüler, etwa je ein Drittel Kindergarten-, Primar- und Mittelstufenklassen. Die Mitarbeiter hätten diesen Sommer mit dem weiteren Ausbau begonnen. Nun ereignete sich aber im März 2016 auf dem Grundstück ein Erdrutsch. Das Gelände hinter der Stützmauer sackte durch die ungeheuren Wassermassen des kürzlichen Regens so sehr ein, dass es in die Bodenfläche einen ein Meter breiten Spalt riss und die Stützmauer nach aussen drückte. Auch die Stützmauer riss an mehreren Stellen. Das Fundament der Gebäude ist soweit ersichtlich nicht betroffen.

Bevor sie nun mit dem geplanten An- und Ausbau weiterfahren können, müssen sie erst dringend den Aussenbereich und die Stützmauer instand stellen. Noch können sie nicht sagen, wann das möglich sein wird. Das Ereignis ist noch so frisch, dass sie es erst noch "verdauen" müssen.

Das Team schreibt:
Wir danken im Namen unseres Teams für eure tatkräftige Unterstützung für dieses Projekt, für all euer Gebet und Mittragen. Die räumliche Trennung der Büros von den Klassenräumen, sowie der Trennung der verschiedenen Altersgruppen war ein wichtiger Meilenstein und sorgte für einen harmonischeren Schulalltag.
Wir danken Gott, der uns den Sieg gibt, und mit diesem Schulmodell einen geistlichen Durchbruch ncht nur in den Familien der Schüler, sondern auch in der Gesellschaft verschafft. Fast aufnahmslos sind die Schüler aus einem drusischen oder moslemischen Hintergrund und haben sich für Gottes Wirken in ihrem Leben geöffnet.


 

Weitere Infos zum Projekt unter
www.agape.ch/libanon